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Wie finde ich Investoren als Non-Tech-Startup?

Carsten Janetzky / 28. Januar 2020 / Gründer-Talk

Moderne Teams validieren ein Thema häufig binnen weniger Jahre, manchmal Monate, und Investoren rechnen intern damit, dass es nur 10 % der von ihnen unterstützten Startups am Ende schaffen. Nach Peter Thiel sind es meist die, die ein Produkt oder eine Dienstleistung haben mit der sie ihren Wettbewerbern mit dem Faktor 10 überlegen sind – nur so kann ein echtes Monopol geschaffen und richtig Geld verdient werden. Doch was machen die Startups, die so etwas am Anfang noch nicht bieten können? Was ist, wenn man als Gründer zwar einen spannenden Markt und motivierte Kunden identifiziert hat, aber noch nicht genau weiß, wie man 10 mal besser als die Konkurrenz werden kann?

Foto: Dimitrie Harder Photography

Bei Zahnarzt-Helden standen wir von Beginn an nicht so richtig im Fokus der meisten VC-Fonds, die ihre Investmentstrategie hauptsächlich auf Hightech- und Software-Themen ausrichten. Immer wieder sahen wir uns mit derselben Frage konfrontiert: Wo ist euer Tech-USP und wie könnt ihr euch davor schützen, dass euer Modell nicht kopiert wird? Lange genug hatten wir keine Antwort darauf und trotzdem rannten uns die Kunden die Bude ein. Wir fragten uns immer wieder selbst: Haben wir jetzt ein interessantes Business oder nicht? Sollen wir uns am Kunden oder an den Forderungen von Investoren orientieren? Auch wenn es immer wieder größere Trends wie FinTech oder Crypto gibt, auf die Investoren für eine bestimmte Zeit besonders schnell aufspringen, geht es immer noch schlicht darum, gute Gründer und erfolgversprechende Cases aufzuspüren, um aus 100.000 € Investment eben mindestens 1.000.000 € zu machen. Dabei kann eine selbst entwickelte Technologie (v.a. wenn sie irgendwie geschützt ist) helfen, sich unbequeme Wettbewerber vom Hals zu halten, aber auch sie ist keine Garantie für  den Unternehmenserfolg.

Hier gilt, je schneller und größer die Marktentwicklung, desto wertvoller kann ein technologisches Alleinstellungsmerkmal sein, da dynamische Märkte besonders dynamische Gründer/Startups anziehen, die ohne einen gesicherten USP auf der eigenen Seite früh zu einer ernsthaften Bedrohung werden können.  Anders ist das, wenn man mit seinem Vorhaben auf einer verhältnismäßig kleinen Bühne mit alteingesessenen Wettbewerbern spielt, die idealerweise noch eine Oligopolstellung innehaben. Bei Zahnarzt-Helden haben wir eben genau dieses Umfeld und schafften es in den vergangenen zwei Jahren die etablierten Unternehmen mächtig ins Schwitzen zu bringen, ganz ohne geheime Software oder ähnlichen Tech-USP.

Das Schöne: Trotz unseres Erfolges und der Bedrohung für das bestehende System folgen die Wettbewerber fast stoisch dem etablierten Fahrplan und für gut finanzierte Startup-Schmieden wie die der Samwers ist unser Markt meist zu klein. 

Fazit & Meinung:

Investoren sind allein schon wegen ihrer natürlichen Vogelperspektive ein sehr wichtiger Gesprächspartner und gerade Jungunternehmer sind gut beraten, deren Einschätzung ernst zu nehmen. Trotzdem ist am Ende entscheidend, was der Kunde will und wofür er bereit ist zu bezahlen. Darauf sollte sich jedes Startup konzentrieren und z.B. auch die Frage nach einer eigenen Technologie-Entwicklung ausschließlich unter dem Aspekt des Kundennutzens bewerten. Bei Zahnarzt-Helden entwickeln wir nun nach zwei Jahren etwas Eigenes, weil der Kunde es haben will.

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