9 häufige Fragen zum Thema Intraoralscanner

Vertrauen Patienten digital arbeitenden Zahnärzten mehr? Wie oft kommt es bei analoger Abformung zum Würgereiz? Und wie teuer ist ein digitaler Abdruck eigentlich für die Patienten?

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Unsere Kollegin Claudia kennt sich bestens mit Intraoralscannern aus und hat in den vergangenen Jahren deutlich gemerkt: Dieses Thema wird nicht nur für Zahnärzte, sondern auch für Patienten immer spannender.

Zahnschmerz hin oder her – heutzutage kann schließlich jeder Patient frei entscheiden, von wem er sich behandeln lassen möchte. Neben positiven Erfahrungsberichten spielt eine moderne Praxisausstattung bei der Arztwahl eine entscheidende Rolle.

Wir wollten mehr zu den Vorteilen der digitalen Abformung erfahren und haben bei Claudia genauer nachgefragt. Die wichtigsten Informationen gibt’s hier im Video:

Das Fazit vorweg: Claudia ist begeistert von Intraoralscannern und hat dafür eine Reihe guter Gründe – sowohl für Zahnärzte als auch Patienten. Aber beginnen wir von vorne!

1. Welche Nachteile hat die analoge Abformung?

Bei der Abformung mittels Abdruckmasse lässt sich die Qualität eines Abdruckes erst im Gipsmodell erkennen – wenn ein Patient die Praxis bereits wieder verlassen hat. Sollten bei der Abdrucknahme Fehler entstanden sein, bedeutet das für Behandler und Patient einen erheblichen Mehraufwand.

2. Wie häufig kommt es bei der analogen Abformung zu Würgereiz?

Aus ihrer Zeit im KFO-Bereich hat Claudia hautnah miterlebt, dass die Arbeit mit Abdruckmasse insbesondere für Kinder ein großes Problem darstellt. Die Behandlung junger Patienten erfordert ohnehin ein ganz besonderes Feingefühl. Eine digitale Arbeitsweise macht hier also nicht nur die Behandlung angenehmer, sondern geht auch weitaus schneller.

3. Was sind die größten Vorteile von digitaler Abformung für Patienten?

Ganz klar: Der Patient hat eine positive Behandlungserfahrung, die Passform des Zahnersatzes ist durch diverse Korrekturmöglichkeiten besser und damit steigen die Qualität und Langlebigkeit des Zahnersatzes.

4. Welche Vorteile ergeben sich durch die digitale Abformung für den Zahnarzt?

Bei der Abformung mittels Intraoralscanner werden die Scan-Daten direkt auf den Bildschirm übertragen. Der behandelnde Zahnarzt oder die Assistenz können ihre Arbeit live kontrollieren und Fehler vorbeugen.

5. Wie lange dauert ein Scan?

Sobald ein Intraoralscanner in den Praxisablauf implementiert und die behandelnde Person geschult ist, kann ein Kiefer innerhalb von 60 Sekunden gescannt werden. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister! [Oder die Meisterin]

6. Müssen Patienten bei einer digitalen Abformung zuzahlen?

In den meisten KV-Gebieten stellt die Behandlung mit einem Intraoralscanner eine Privatleistung dar. Mit etwa 12 € ist dieser Aufpreis allerdings gering. Zu beachten bleibt, dass die Scan-Daten langfristig gespeichert werden und als Ausgangslage für jede weitere Behandlung dienen. Für den Patienten handelt es sich dabei also um eine vorerst einmalige Investition.

7. Analoge Abformung funktioniert in meiner Praxis sehr gut – warum sollte ich umsteigen?

Die analoge Abformung war lange Zeit der Standard in Zahnarztpraxen und ist absolut etabliert. Dennoch wird diese Arbeitsweise in puncto Genauigkeit nie an die digitale Variante herankommen. Nicht nur wegen der hervorragenden Passformen, sondern auch der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist die Arbeit mit dem Intraoralscanner in Zukunft für Zahnärzte unverzichtbar.

8. Haben Patienten größeres Vertrauen in digital arbeitende Zahnärzte?

Laut Claudia steht das außer Frage! Vielleicht kennen Sie das selbst – heutzutage werden Zahnärzte immer häufiger auch persönlich auf die digitale Abformung angesprochen. Eine moderne Arbeitsweise wirkt sich in jedem Fall positiv auf das Vertrauen von Patienten aus.

9. Wie teuer ist ein Intraoralscanner?

Als Einstiegsmodell, wie z. B. der Medit DiOS 4.0, ist ein Scanner inklusive Software bereits ab 16.000 € erhältlich. Sollte ein Zahnarzt mit der Vorgehensweise vertraut sein und auf zusätzliche Funktionen wie Karieserkennung oder eine Kamera Wert legen, dann kann die Anschaffung eines digitalen Workflows bis zu 40.000 € kosten. Aber es lohnt sich!