5 Kriterien, die Sie beim Kauf eines Intraoralscanners beachten sollten

Intraoralscanner sind die Zukunft der Zahnmedizin. Schwieriger wird es bei der Frage nach dem passenden Modell. Wir geben Ihnen 5 Entscheidungskriterien an die Hand, die bei der Auswahl helfen können.

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben sich für den Weg in die digitale Abformung entschieden – und damit ist der wichtigste Schritt getan! Damit Sie nun bei der Wahl des passenden Intraoralscanners den Durchblick behalten, gibt’s hier eine 5-Punkte-Hilfestellung:

1. Kosten

Das für viele Zahnärzt*innen wohl entscheidendste Kriterium bei der Anschaffung eines neuen Intraoralscanners. Kein Wunder, denn der Kaufpreis bestimmt maßgeblich, wie schnell sich die Investition für eine Praxis amortisiert. Was jedoch immer wieder in Vergessenheit gerät: Mit dem reinen Kaufpreis ist es bei den meisten Scannern noch nicht getan!

Für eine dauerhafte Nutzung können Folgekosten wie Service- und Lizenzgebühren anfallen. Auch wenn diese nicht hoch sein müssen, sollte dieser Aspekt im Falle einer Entscheidung immer im Hinterkopf behalten werden. Nur so können Sie als Praxisinhaber*in wirtschaftlich für Ihr Unternehmen agieren.

Darüber hinaus gibt es weitere potentielle Ausgaben für beispielsweise die Anschaffung eines Laptops. Nicht alle Hersteller arbeiten mit einem Cart-System, bei dem ein Laptop integriert und somit im Kaufpreis enthalten ist. Prüfen Sie vor einem Kauf immer, ob Sie noch weitere Hardware benötigen und welche Anforderungen erfüllt sein müssen (Stichwort Gaming-Laptop).

2. Bedienbarkeit

Intraoralscanner unterscheiden sich deutlich in Größe und Gewicht. Aber: Kleiner und leichter muss nicht immer besser heißen. Manchmal ist es nur der richtige Griff, der auch ein vermeintlich klobig wirkendes Modell gut in der Hand liegen lässt. Hier gilt: Testen, testen, testen. Und im Notfall: Üben, üben, üben. Niemand kann im Vorfeld beurteilen, ob ein bestimmter Scanner zu Ihrer Arbeitsweise passt. Erfahrungswerte von Kolleg*innen sind aber sicherlich ein guter Indikator.

Neben dem Ausmaß von Intraoralscannern tragen auch technische Faktoren wie Scan-Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit deutlich zur Qualität der Bedienbarkeit bei. Je länger Sie für einen Scan benötigen, desto anstrengender wird er. Hier spielt künstliche Intelligenz durch das schnelle Wiedererkennen der Scan-Punkte und die automatischen Aufnahmeergänzungen eine bedeutende Rolle.

Zuletzt gibt es heutzutage die Unterscheidung zwischen per Kabel betriebenen Scannern und kabelfreien Scannern. Sollten Sie sich für einen Intraoralscanner mit festem Kabel entscheiden, achten Sie hier immer auf eine angemessene Länge. Bei einem kabellosen Scanner sind Sie in Ihrem Handlungsspielraum nicht eingeschränkt, sollten aber die Akku-Laufzeit im Blick behalten.

3. Reinigung

Die meisten Hersteller von Intraoralscannern arbeiten mit autoklavierbaren Scan-Spitzen, die nach jedem Gebrauch gereinigt werden müssen. Die Spitzen sind je nach Modell in der Regel zwischen 50- und 250-mal autoklavierbar. Möglicherweise sind auch im Lieferumfang weitere Ersatzspitzen enthalten.

Bei dieser Reinigungsform nur ein Hinweis: Aufgrund des Temperaturanstiegs beim Autoklavieren werden die Spiegel an den Scan-Köpfen beschlagen. Einige Scanner bieten daher eine installierte Heizfunktion an, um diesem Prozess nach dem Autoklavieren schnell entgegenzuwirken.

Neben autoklavierbaren Scan-Spitzen gibt es Intraoralscanner mit sogenannten Scan-Sleeves, die für den Einmalgebrauch vorgesehen sind. Als Anwender*in eines solchen Scanners können Sie sich den Reinigungsprozess sparen und gewähren ein Höchstmaß an Hygiene, auf der anderen Seite produzieren Sie deutlich mehr Abfall.

4. Kompatibilität

Heute schon an morgen denken. Die Anschaffung eines Intraoralscanners bietet Ihnen auch zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit, auf den kompletten digitalen Chairside-Workflow aufzurüsten.

Falls diese Option spannend für Sie ist, sollten Sie bereits bei der Auswahl des Scanners darauf achten, ob es sich um ein offenes oder geschlossenes System handelt. Nicht jeder Scanner ist mit jeder Fräsmaschine kompatibel – machen Sie sich im Vorfeld einen Überblick über Ihre Möglichkeiten, um sich für die Zukunft garantiert nichts zu verbauen.

5. Support

Im Idealfall läuft Ihr neuer Intraoralscanner einwandfrei, doch wir alle kennen das: Bei technischen Geräten kann es immer mal wieder zu ungeplanten Ausfällen kommen. Mit dem richtigen Partner im Hintergrund ist aber auch das kein Problem.

Achten Sie bei der Auswahl Ihres Modells also immer darauf, inwieweit Hersteller und Händler den Support abdecken und bei Problemen helfen können. Nichts ist schlimmer als ein stillstehendes Dentalgerät.

Ein hochwertiger Support zeichnet sich genauso durch eine umfassende Geräteeinweisung aus. Nach der Neuanschaffung sollten Sie alle nötigen Werkzeuge an die Hand bekommen, um eigenständig mit Ihrem Intraoralscanner arbeiten zu können. Auch hier gilt es, im Vorfeld das Schulungskonzept des Herstellers bzw. Händlers zu erfragen.

Zuletzt heißt es: Film ab!

Wenn Sie die oben genannten fünf Kriterien bei der Suche nach Ihrem neuen Wunschgerät berücksichtigen, haben Sie einen guten Rahmen für einen erfolgreichen Kauf. Wir waren außerdem bereits für Sie fleißig und haben verschiedene Intraoralscanner auf genau diese Aspekte hin geprüft. Mehr dazu erfahren Sie in unserer aktuellen Intraoralscanner-Vergleich Videoreihe.

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