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Dentalmarkt im Wandel: Warum Zahnärzte genau jetzt zu Unternehmern werden müssen

Wir wollen gar nicht lange drum herumreden und sagen direkt zu Beginn: Liebe Zahnärzte, es wird höchste Zeit, endlich aufzuwachen!

Dentalmarkt im Wandel: Warum Zahnärzte genau jetzt zu Unternehmern werden müssen

Wäre es vor 20 Jahren eine obsolete Frage gewesen, nach der Sicherheit des zahnärztlichen Berufes zu fragen, sieht das heute anders aus. Der Dentalmarkt ist im Wandel, das müssen wir niemandem erklären.

Ein Wandel kann Gutes mit sich bringen, wäre da nicht ein Riesenproblem: Mit seinen starren Strukturen macht der Dentalmarkt einfach weiter wie bisher — zum Leidwesen von wem? Natürlich, von Zahnärzten.

Früher musste sich wohl kaum ein Zahnarzt ernsthafte Gedanken um seine finanzielle Situation machen. Das Bild des wohlhabenden Mediziners kommt schließlich nicht von ungefähr.

Ein klassisches Depot war in diesem Zuge ein idealer Partner, die eigene Praxis auszustatten. Die Beziehung zum Kunden lebte von einer freundschaftlichen Verbundenheit und nicht vom Preis als kaufentscheidendes Kriterium.

Heute haben es Zahnärzte bei weitem nicht mehr so leicht.

Heute haben es Zahnärzte bei weitem nicht mehr so leicht. Zum einen sind die Kosten für technische Servicearbeiten extrem angestiegen, während die Lebensdauer der Produkte extrem zurückgegangen ist. Es bedarf keiner Mathematik, um zu wissen, dass diese Entwicklung dem eigenen Konto ganz schön zu Buche schlägt.

Zum anderen sind Zahnärzte einer neuartigen Konkurrenzsituation ausgesetzt, die vor einigen Jahren noch nicht möglich war. Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz ist es seit dem Jahr 2015 auch in Deutschland erlaubt, medizinische Versorgungszentren ausschließlich im zahnärztlichen Bereich zu gründen. Als Folge steigt vor allem die Anzahl der Praxisketten, die in der Hand von Fremdinvestoren liegen.

Praxisketten haben den großen Vorteil, dass sie sich wirtschaftlich viel besser aufstellen können als selbstständige Zahnärzte, die sich auf klassische Depots verlassen. Direktgeschäfte mit Herstellern, technologisch auf dem neuesten Stand, ein attraktiver Arbeitsplatz für Mitarbeiter und auch Patienten profitieren von ausgedehnten Öffnungszeiten.

Andere Länder geben eine Vorschau darauf, wie es zukünftig auch in Deutschland aussehen wird: In Großbritannien haben Praxisketten bereits einen Marktanteil von 24 %, in Finnland sogar 35 %. Der Kampf zwischen David und Goliath hat längst begonnen.

Möchte man als selbstständiger Zahnarzt gegen diese Praxisriesen bestehen, dann muss man — besser jetzt als spät — anfangen, unternehmerisch zu handeln. Und genau dafür sollten alte Strukturen unmittelbar aufgebrochen werden.

Ausgebildete Zahnmediziner dürfen nicht ihren Gründergeist verlieren und zu angestellten Ketten-Ärzten werden. Egal, ob Einzelunternehmer oder Praxisgemeinschaft – wir Zahnarzt-Helden sind überzeugt davon, die notwendigen Bedingungen geschaffen zu haben, Zahnärzte für Unternehmertum zu befähigen.