Aligner-Therapie: So gelingt die Integration in Ihre Praxis

Immer mehr Patient*innen wünschen sich gezielt eine Behandlung mit Alignern. Steigt die Nachfrage, wächst auch das Umsatzpotenzial. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich den Aufschwung dieser Therapieform zunutze machen und was Sie bei einer Integration in Ihre Praxis beachten sollten.

Aligner-Therapie: So gelingt die Integration in Ihre Praxis

Ob Justin Bieber, Katy Perry oder Oprah Winfrey – sie alle haben es getan. Die Zahnkorrektur mittels der transparenten Kunststoffschienen findet jedoch nicht nur in der internationalen High Society eine enorme Beliebtheit.

Auch hierzulande wird die Aligner-Therapie von Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren vermehrt nachgefragt. Kein Wunder, denn Zahnkorrekturen waren noch nie so einfach. Der Weg zu geraden Zähnen ist eben nicht mehr an das jahrelange Tragen einer festen Zahnspange geknüpft.

Als Konsequenz drängen sich immer mehr Anbieter auf den Markt, die das Aligner-Geschäft vorantreiben. Internationaler Vorreiter in diesem Bereich ist bereits seit über 20 Jahren das Unternehmen Align Technology mit Invisalign. In Deutschland hat die Aligner-Therapie im Jahr 2017 mit der Übernahme von ClearCorrect durch die Straumann Group weitere Popularität erlangt. Neben den alteingesessenen Unternehmen gibt es aber auch immer mehr Startups, die diese Therapieform anbieten.

Sie merken: Dieses Thema hat großes Potenzial und wird auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen – nicht nur für Kieferorthopäd*innen, sondern auch für kieferorthopädisch interessierte Zahnärzt*innen, die mit der Aligner-Therapie ihr Angebotsspektrum erweitern möchten. Damit steigt nicht nur die Konkurrenzfähigkeit der Praxis, sondern auch die eigene Wirtschaftlichkeit – ganz ohne großen Mehraufwand.

Falls Sie selbst mit dem Gedanken spielen, Anwender*in von Alignern zu werden, haben wir im Vorfeld vier Fragen für Sie, damit bei der Integration nichts schiefgehen kann.

4 Fragen, die Sie sich im Vorfeld zur Aligner-Therapie stellen sollten

Sind Sie Kieferorthopäd*in oder Zahnärzt*in?

Machen Sie sich bewusst, welche Indikationen Sie mit der Aligner-Therapie abdecken möchten. Mit Invisalign von Align Technology und ClearCorrect von Straumann können Sie sowohl zahnmedizinische als auch kieferorthopädische Arbeiten durchführen. Andere Anbieter eignen sich hingegen nur für einen der beiden Bereiche. Hier sollten Sie immer ein Auge darauf haben, welche Behandlungsmöglichkeiten sich über die entsprechende Software abdecken lassen. Genauso ist nicht jedes System für jede Altersklasse ideal geeignet. Invisalign First wurde beispielsweise extra für Wechselgebisse entwickelt, während sich Straumann mit ClearCorrect auf bleibende Zähne spezialisiert hat.

Je nachdem, welchen Fokus Sie mit der Aligner-Therapie setzen möchten, sollten Sie Ihren Anbieter auswählen. Es gibt sogar Anwender*innen, die mehrere Anbieter nutzen, um sich nicht von einem System abhängig zu machen. In einer allgemeinen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie erfahren Sie weitere Informationen zu den Hauptindikationen der Aligner-Therapie.

Welcher Ausstattung ist in Ihrer Praxis vorhanden?

Sollten Sie noch keinen Intraoralscanner besitzen, dann stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen. Ansonsten legen Sie sich bei der digitalen Abformung mit einer Entscheidung für Invisalign auf den iTero-Scanner fest, während Anbieter wie Straumann zwar den Scanner Trios von 3Shape empfehlen, aber generell mit einem offenen System arbeiten.

Wie viel möchten Sie investieren?

Je nach Anbieter kommen unterschiedliche Kosten auf Sie zu. 
Eine Behandlung mit Invisalign erfordert ein spezielles Zertifikat, welches in einem umfangreichen Wochenendworkshop zum Preis von etwa 1.200 € erworben werden kann.

Straumann hingegen empfiehlt Neueinsteiger*innen von ClearCorrect einen Zertifizierungskurs zu Kosten in Höhe von 195,00 €, sofern noch keine Erfahrungswerte mit der Aligner-Therapie vorliegen.

Sollten Sie die Therapie-Schienen selbst herstellen möchten, fallen bei jedem Anbieter zusätzlich Kosten für Planungssoftware und 3D-Drucker an. Alternativ können Sie die Anfertigung der Therapie-Schienen aber auch über die STL-Daten bei Partnern wie Align Technology oder Straumann beauftragen. 

Allgemein lässt sich sagen, dass ClearCorrect für Zahnmediziner*innen in der Anschaffung die günstigere Alternative ist, Invisalign jedoch das größere Behandlungsspektrum in der Kieferorthopädie aufweist.

Sind Sie digitalaffin?

Ohne einen Hang zu digitalen Prozessen geht es nicht. Bei der Aligner-Therapie läuft in der Regel alles web- und softwarebasiert ab – sei es die Gebissaufnahme mittels Intraoralscanner oder die Behandlungsplanung durch spezifische Planungstools. Das Gute: Mit diesem Angebot gehen Sie automatisch einen großen Schritt in Richtung digitale Praxis und rüsten sich für die Zukunft!

Mit diesen Fragen sind Sie für den Anfang gerüstet. Sehr gerne beraten wir Sie aber auch persönlich und unabhängig, welcher Aligner-Anbieter für Ihre Praxis der richtige ist.