Die Absauganlage in einer Zahnarztpraxis: Wer vorausschaut, spart Geld

Bei der Entscheidung für eine Absauganlage gibt es im Vorfeld einiges zu beachten, das Ihnen langfristig eine Menge Kosten spart. Wir zeigen Ihnen, wer bei Nass- und Trockenabsaugung die Nase vorn hat.

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Wie beim Kompressor gilt auch bei der Absauganlage: Planen Sie nicht mit Ihrem Ist-Zustand, sondern rechnen Sie mit der Größe und Anzahl Ihrer Behandlungszimmer in der Zukunft. Die meisten Zahnärzt*innen vergrößern mit der Zeit Ihre Praxis und das Nachrüsten einer Absauganlage ist in der Regel mit höheren Kosten verbunden.

Generell gibt es bei der Wahl einer Absauganlage zwei Faktoren, die ein große Rolle spielen:

Zum einen kommt es darauf an, wie viele Zimmer sich zukünftig als Behandlungszimmer umbauen lassen und wie viele Behandler*innen es zukünftig geben könnte. Dazu gehört auch die Prophylaxe. Planen Sie lieber mit einer größeren Anlage und mehr Leistung und lassen Sie sich Spielraum nach oben, anstatt sich von vornherein zu begrenzen.

Die zweite entscheidende Faktor ist, ob es sich um eine Nass- oder um eine Trockenabsaugung handelt. 

Wo ist der Unterschied? 

Ganz vereinfacht gesagt, ist die wesentliche Frage, ob die Absauganlage auch Flüssigkeiten oder nur Luft anzieht und ob der Amalgamabscheider in der Einheit verbaut oder zentral bei der Absauganlage verortet ist.

Zieht die Absauganlage Luft, handelt es sich um eine Trockenabsaugung. Gibt es einen zentralen Amalgambscheider und/oder die Absauganlage zieht ein Gemisch aus Wasser und Luft, handelt es sich um eine Nassabsaugung.

Wichtig ist hier, dass ein Wechsel zwischen Nass- und Trockenabsaugung nicht immer einfach so möglich ist. Die Ausstattung der Einheit und das Alter der Rohre spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Vor- und Nachteile

Grundsätzlich bietet das Nassabsaugungssystem die größeren Vorteile in Anwendung und Kosten. 

Ein Amalgamabscheider in der Einheit wie bei der Trockenabsaugung schlägt mit einem Aufpreis von 1.500 Euro bis 2.500 Euro mehr pro Einheit zu Buche. Genauso müssen die Amalgamabscheiderprüfungen für jedes Gerät einzeln durchgeführt und damit auch abgerechnet werden. Wenn man den gesamten Lebenszyklus der Einheit betrachtet, kommt es zudem nicht selten vor, dass der Abscheider aufgrund von Mängeln getauscht werden muss – wieder mehrere tausend Euro, die Sie investieren müssen.

Doch nicht nur in puncto Kosten, sondern auch bei der Behandlung bietet die Nassabsaugung die größeren Vorteile. Bei einem Pulverstrahlgerät oder längeren Sitzungen mit viel Sekret schäumt und verklebt es in der Einheit nicht, da erst gar kein Behälter vorhanden ist, an dem sich die Reste stauen können.

Stehen Sie also beispielsweise bei einer Neugründung vor der Entscheidung, ist die Nassabsaugung der klare Sieger. Bei Bestandspraxen ist immer eine individuelle Prüfung nötig, um die beste Lösung zu finden.

Powertower

Zu guter Letzt noch ein Wort zum Powertower:

Beim Powertower handelt es sich um ein Gerät mit einem schallgedämmten Gehäuse, in dem Kompressor, Absauganlage und unter Umständen ein Amalgamabscheider Platz finden. Wenn sich die Technik auf derselben Ebene wie die Behandlungszimmer befindet, können Geräusche so ganz einfach minimiert werden.

Sollte im Keller Platz für die notwendigen Geräte sein, ist das aber immer die zu bevorzugende Lösung. Die Geräte haben mehr Freiraum und unnötiger Wärmeentwicklung wird entgegengewirkt. Das wiederum kann sich positiv auf die Lebensdauer auswirken.

Sie haben noch weitere Fragen? Kein Problem! Sprechen Sie einfach mit unserem Experten Markus und lassen Sie sich alles noch einmal in Ruhe erklären.

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