Wie es dazu gekommen ist

Unser Kollege Jannik ist nicht nur Mitarbeiter bei den Zahnarzt-Helden, sondern auch bereits praktizierender Zahnarzt. Vergangenes Jahr absolvierte  Jannik seine sechswöchige Famulatur in der Zahnklinik des Dhulikhel Hospitals und legte mit seinem Aufenthalt den Grundstein für dieses Unterstützungsprojekt.

Ich durfte hier eine gegenseitige Motivation und einen Ehrgeiz kennenlernen, der mir bislang in Deutschland fremd war.

— Jannik

Bei seinem Besuch in einem der teilweise nur über Tageswanderungen erreichbaren Outreach Center wurde ihm deutlich, dass dort noch immer ein enormer Bedarf an zahnmedizinischen Materialien und Geräten besteht.

Als Non-Profit-Organisation ist das Dhulikhel Hospital schließlich auf Freiwilligeneinsätze internationaler Ärzte sowie stetige Sachspenden angewiesen.

Zahnarzt Jannik Löhnert (links) bei der Behandlung in Nepal
Zahnarzt Jannik Löhnert (links) bei der Behandlung in Nepal

Was können Zahnarzt-Helden leisten?

Unser Startup ist ein Vermittler für dentale Großgeräte wie Behandlungseinheiten, Röntgengeräte, Autoklaven etc. Täglich beschäftigen wir uns mit der Angebotserstellung und Koordination des Kaufprozesses. Anschließende Lieferungs- und Montageleistungen werden ebenso übernommen wie ein langfristiger Service, bei dem wir deutschlandweit auf ein breites Netzwerk an zertifizierten Technikern von Herstellern und Depots zurückgreifen.

In eben dieser Dienstleistung findet die Nepal-Idee ihren Ursprung. Denn wo ein neues Gerät benötigt wird, muss in der Regel auch ein altes entsorgt werden. Warum also nicht mit gebrauchten Behandlungseinheiten noch etwas Gutes tun?

Zahnarzt Jannik Löhnert (links) bei der Behandlung in Nepal
Zahnarzt-Helden Service-Techniker bei der Arbeit an einer Behandlungseinheit

Wenn auch Sie Teil dieses Projektes werden möchten und ein Altgerät aus Ihrer Praxis kostenlos loswerden wollen, dann wenden Sie sich umgehend  an das Team der Zahnarzt-Helden.

Wer weiß, vielleicht verhelfen Sie mit Ihrer gebrauchten M1 noch einem nepalesischem Jungen zu schmerzfreien Zähnen.

Gleich hier eintragen oder per E-Mail an nepal@zahnarzt-helden.de

Vielleicht habe ich da was für Nepal!

Die Bedeutung des Dhulikhel Hospital für Nepal

An einer flächendeckenden medizinischen Versorgung fehlt es Nepal nicht erst seit dem verheerenden Erdbeben vor drei Jahren. Bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten hat Dr. Ram Shrestha, Sohn eines nepalesischen Bauern, den notwendigen Bedarf des Ausbaus moderner medizinischer Versorgungsleistungen erkannt und gründete im Jahr 1996 das Dhulikhel Hospital auf den Äckern seines Vaters.

Heute ist das etwa 30 km von der Hauptstadt Kathmandu entfernte Krankenhaus die am schnellsten wachsende medizinische Einrichtung des Landes, offizielles Lehrkrankenhaus der Kathmandu University, und versorgt als unabhängige Non-Profit-Organisation mehr als 1,8 Millionen Nepalesen. Das Hospital betreibt darüber hinaus sogenannte Outreach Center in entlegenen Regionen,  welche isolierte Bevölkerungsgruppen von Nepal medizinisch versorgen können.

Blick auf das Dhulikhel Hospital in Nepal
Blick auf das Dhulikhel Hospital in Nepal

Einblick in das Dhulikhel Hospital

Es ist 8 Uhr morgens, wenn Dr. Ram Shrestha die tägliche Konferenz mit den im Dhulikhel Hospital praktizierenden Medizinern beginnt. Etwa 100 Personen nehmen in dem dafür vorgesehenen Raum Platz.

Es herrscht Stille. Reihum spricht Shrestha mit leiser Stimme die Leiter der Fachabteilungen per Vornamen an und erkundigt sich nach aktuellen Herausforderungen und Problemen, einzelnen Behandlungsschritten komplizierter Patientenfälle. Gastärzte anderer Länder stellen sich vor. Wiederkehrer berichten von ihren Erfahrungen im Ausland. Der internationale Austausch besitzt einen hohen Stellenwert in diesem Krankenhaus.

Es wird schnell deutlich, dass Dr. Ram Shrestha mit der Gründung des Dhulikhel Hospitals nicht nur einen strukturellen Meilenstein in der medizinischen Versorgung Nepals gesetzt hat, sondern auch innerhalb der Institution für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt. 

Dabei waren die vergangenen Jahre in Nepal nicht leicht. Ein Erdbeben der Stärke 7,9 hat im Jahr 2015 die Himalaya-Region schwer erschüttern. Die ohnehin schwache Infrastruktur wurde zu großen Teilen zerstört. Das vom Bürgerkrieg gezeichnete Land wird sich von den wirtschaftlichen Einbußen, worunter auch die medizinische Grundversorgung leidet, nur langfristig erholen.

Letztlich lebt in Nepal eine der ärmsten Bevölkerungen der Welt, wenn auch Postkartenmotive eine andere Seite des südasiatischen Binnenstaates abbilden: Beeindruckende Tempelbauten und pittoreske Landschaften, umgeben von acht der vierzehn höchsten Berge der Erde - ein Kontrast, der größer kaum sein könnte.

Ein Gegensatz, der nach Unterstützung schreit.

Werden auch Sie Teil des Nepal-Projekts! Wir holen Ihr Altgerät kostenlos ab.

Auch ich möchte spenden!